Pflege-Academy · Praxisfall Diabetes und CGM
Ein Sensorwert ist noch kein Verlauf
Frau Schuster bringt drei Bildschirmfotos ihres Sensors mit. Sie möchte wissen, ob ihre Einstellung passt. Welche Informationen brauchst du für eine hilfreiche Beratung?
- Etwa 6 Minuten
- 3 Entscheidungen
- DGKP
Dein Lernziel: Sensordaten mit ihrem Kontext betrachten, vorschnelle Schlüsse vermeiden und das nächste Beratungsgespräch sinnvoll vorbereiten.
- 01 · Einschätzen
- 02 · Handeln
- 03 · Weiterbetreuen
Wähle bei den ersten beiden Entscheidungen jeweils eine Antwort und lies die Rückmeldung. Öffne danach den nächsten Abschnitt. Bei der dritten Entscheidung sind mehrere Antworten richtig.
Du arbeitest als DGKP mit Erfahrung in der Diabetesbetreuung. Es geht um ein geplantes Beratungsgespräch mit einer aktuell beschwerdefreien Person. Bei akuten Beschwerden gelten der individuelle Behandlungsplan und die vorgesehenen dringlichen Kontaktwege. Das Beispiel ist fiktiv. Deine Antworten werden nicht gespeichert; die Übung stellt keinen Fortbildungsnachweis aus.
Drei Bilder, viele Fragen
Frau Schuster, 58 Jahre, lebt mit Typ-1-Diabetes und nutzt einen CGM-Sensor. Sie kommt zum vereinbarten Gespräch und fühlt sich aktuell wohl. Auf drei ausgewählten Bildschirmfotos ist jeweils am Nachmittag ein Anstieg zu sehen. Auf einem Foto fehlt ein Teil des Verlaufs. Angaben zu Mahlzeiten, Insulin und Bewegung fehlen.
Sie fragt: „Heißt das, dass ich jeden Nachmittag mehr Insulin brauche?“ Du hast weder den vollständigen Bericht noch ihren aktuellen Therapieplan vor dir.
Fachlicher Hintergrund und Quellen
CGM-Berichte zeigen zeitliche Entwicklungen. Die Darstellung muss zusammen mit der Nutzung des Geräts und dem individuellen Behandlungsplan betrachtet werden.
Diabetes UK: CGM: Funktionsweise, Verläufe und Unterstützung
Weiter zu Entscheidung 2 · Handeln
Was war an diesen Nachmittagen anders?
Mit Einverständnis von Frau Schuster seht ihr den verfügbaren Bericht an. Sie arbeitet an manchen Tagen bis mittags, an anderen bis zum Abend. Mahlzeiten und Spaziergänge finden deshalb zu unterschiedlichen Zeiten statt. Sie hat diese Ereignisse bisher kaum notiert.
Frau Schuster wirkt erleichtert, dass du nach ihrem Alltag fragst. Gleichzeitig fürchtet sie, jeden Tag alles lückenlos dokumentieren zu müssen.
Fachlicher Hintergrund und Quellen
Eine kurze, gemeinsam vereinbarte Alltagsübersicht kann helfen, ausgewählte Entwicklungen zu besprechen. Beratung berücksichtigt die Möglichkeiten und Fragen der Person.
Diabetes UK: Alltag, Mahlzeiten und Diabetesberatung
NICE NG17: Typ-1-Diabetes: CGM und strukturierte Unterstützung
Weiter zu Entscheidung 3 · Weiterbetreuen
Ein verständlicher Plan für das nächste Gespräch
Für die nächste Besprechung sind die verfügbaren Sensordaten und eine kurze Alltagsübersicht vereinbart. Therapieänderungen werden mit dem zuständigen Diabetesteam besprochen. Frau Schuster fragt, was sie bei neuen Beschwerden oder technischen Schwierigkeiten tun soll.
Auflösung und Begründung anzeigen
A, B und D passen. Die Belohnung dieser Übung ist ein besser vorbereitetes Gespräch, keine eigenständige Dosierungsentscheidung.
- A – passt: So bleibt erkennbar, was tatsächlich beobachtet wurde und was noch geklärt werden muss. Das erleichtert die nächste Beratung.
- B – passt: Ein bekannter Kontaktweg unterstützt die Handlungsfähigkeit. Gerätespezifische Hinweise und ihr freigegebener Plan bleiben die Grundlage.
- C – passt hier nicht: Eine ruhigere Darstellung ist kein Grund, Sicherheitsfunktionen pauschal auszuschalten. Schwierigkeiten mit Alarmen werden individuell mit dem Team besprochen.
- D – passt: Ein vereinbarter nächster Schritt verhindert, dass Frau Schuster mit ihrer Frage und den gesammelten Daten allein bleibt.
Fachlicher Hintergrund und Quellen
CGM-Nutzung wird im Verlauf der Diabetesbetreuung überprüft. Information und Unterstützung gehören dazu; Geräteeinstellungen oder Therapieänderungen erfolgen individuell.
Diabetes UK: CGM: Funktionsweise, Verläufe und Unterstützung
NICE NG17: Typ-1-Diabetes: CGM und strukturierte Unterstützung
Dein Praxistransfer
Drei Dinge, die du mitnimmst
- Ausgewählte Sensorbilder brauchen Kontext und eine klare Fragestellung.
- Eine überschaubare, gemeinsam vereinbarte Beobachtung ist hilfreicher als pauschale Schlussfolgerungen.
- Offene Fragen, Kontaktwege und die nächste Auswertung konkret abstimmen.
Eine Frage für deinen nächsten Dienst:
Welche zwei Fragen würdest du stellen, bevor du einen auffälligen Sensorverlauf mit einer betreuten Person besprichst?
Das Thema gezielt vertiefen
Die Fortbildung behandelt CGM-Sensoren, die Auswertung ihrer Daten sowie Blut- und Gewebeglukose. Sie vertieft die Grundlagen, die du für dieses Beratungsgespräch brauchst.
Diabetes Refresher Teil 2 ansehenAm Ende wartet eine kleine Belohnung: Beantworte alle drei Entscheidungen, öffne die Auflösung und bestätige den Praxistransfer.
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Die Belohnung ist ein Dankeschön für deine Beschäftigung mit dem Fall, kein Prüfungs- oder Fortbildungsnachweis.
Passenden Kurs mit 10 % Rabatt entdeckenQuellen und redaktioneller Stand
Redaktioneller Stand: 2. Oktober 2026. Das Fallbeispiel ist fiktiv und dient der Fortbildung und Reflexion.
Diabetes UK: CGM: Funktionsweise, Verläufe und Unterstützung
Quellenabruf: 2026-10-01.
Diabetes UK: Alltag, Mahlzeiten und Diabetesberatung
Quellenabruf: 2026-10-01.
NICE NG17: Typ-1-Diabetes: CGM und strukturierte Unterstützung
Quellenabruf: 2026-10-01.
Redaktioneller Stand: 2. Oktober 2026 · Quellen sind bei den jeweiligen Entscheidungen hinterlegt.

