Falltraining für DGKP · Kommunikation
Anspannung erkennen. Sicherheit herstellen.
Eine Wartezeit führt zu lautem Protest. Entscheide, wie du als DGKP Grenzen setzt, Unterstützung einbeziehst und das Gespräch wieder in einen sicheren Rahmen bringst.
- Etwa 6 Minuten
- 3 Entscheidungen
- Für DGKP
Dein Lernziel: Frühe Eskalationszeichen erkennen, eine sichere Gesprächsführung wählen und einen Vorfall gemeinsam nachbereiten.
- 01 · Einschätzen
- 02 · Handeln
- 03 · Weiterbetreuen
Wähle bei den ersten beiden Entscheidungen jeweils eine Antwort und lies die Rückmeldung. Öffne danach den nächsten Abschnitt. Bei der dritten Entscheidung sind mehrere Antworten richtig.
Fiktive DGKP-Lernsituation. Sie ersetzt keine praktische Deeskalationsschulung. Hilfewege und Notfallmaßnahmen richten sich nach den örtlichen Abläufen und der konkreten Gefährdung. Das Beispiel ist fiktiv. Deine Antworten werden nicht gespeichert; die Übung stellt keinen Fortbildungsnachweis aus.
Was verändert sich gerade?
Du arbeitest als DGKP auf einer Bettenstation. Der Sohn einer Patientin wartet auf ein Gespräch. Die Rückmeldung verzögert sich wegen einer dringenden Versorgung.
Er wird lauter, unterbricht dich und tritt dicht an den Stationsstützpunkt. Seine Hände sind angespannt. Er sagt: „Wenn niemand kommt, verschaffe ich mir selbst Zutritt.“
Die Patientin hat noch keine Informationsfreigabe für ihn festgelegt. Eine Kollegin ist in Rufweite; dein Rückzugsweg ist frei.
Fachlicher Hintergrund und Quellen
Ärger verstehen und Sicherheit bewerten sind gleichzeitig möglich.
Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA): Grenzverletzungen am Arbeitsplatz: Gewaltprävention
Weiter zu Entscheidung 2 · Handeln
Die nächsten Sätze zählen
Deine Kollegin kommt dazu und bleibt erreichbar. Du hältst Abstand. Der Angehörige verlangt erneut sofortigen Zugang zum Zimmer.
Eine genaue Gesprächszeit kannst du noch nicht zusagen. Du möchtest sein Anliegen klären und vertrauliche Informationen schützen.
Fachlicher Hintergrund und Quellen
Bei unmittelbarer Gefahr schützt du dich und andere, ziehst dich zurück und holst nach dem Notfallplan Hilfe.
Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA): Grenzverletzungen am Arbeitsplatz: Gewaltprävention
Weiter zu Entscheidung 3 · Weiterbetreuen
Nach dem Gespräch verbindlich werden
Der Angehörige tritt zurück und akzeptiert eine Rückfrage bei der zuständigen Ansprechperson. Das Gespräch endet ohne Übergriff. Die Patientin wirkt verunsichert.
Die Situation beschäftigt dich. Informationsfreigabe und nächster Gesprächsschritt sind noch offen.
Auflösung und Begründung anzeigen
Sachliche Aufarbeitung, geklärte Informationsweitergabe und gemeinsame Nachbesprechung sind sinnvoll.
- A – passt: Eine sachliche Meldung ermöglicht Aufarbeitung. Beobachtung, Aussage und Bewertung sollen unterscheidbar bleiben; abwertende Etiketten helfen nicht.
- B – passt: Angehörigeneigenschaft allein ersetzt keine Freigabe. Die Wünsche der Patientin und eine zuständige Kontaktperson müssen geklärt sein.
- C – passt: Auch ohne Verletzung kann ein Vorfall belasten. Unterstützung und organisatorische Verbesserungen gehören zur gemeinsamen Aufarbeitung.
- D – passt hier nicht: Eine Schuldzuweisung verengt die Aufarbeitung. Gesprächsführung, Arbeitsbedingungen, Unterstützung und das Verhalten des Angehörigen müssen berücksichtigt werden.
Fachlicher Hintergrund und Quellen
Besprich mit der Patientin ruhig, wie ihre Versorgung und ihre Wünsche berücksichtigt werden.
Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA): Grenzverletzungen am Arbeitsplatz: Gewaltprävention
Dein Praxistransfer
Drei Dinge, die du mitnimmst
- Sorge ernst nehmen und Drohungen als Sicherheitsinformation behandeln.
- Abstand und Unterstützung ermöglichen eine ruhige, klare Gesprächsführung.
- Nach dem Vorfall bleiben Informationsfreigabe, Rückmeldung und Teamunterstützung konkrete Aufgaben.
Eine Frage für deinen nächsten Dienst:
Welchen Hilfeweg könntest du an deinem Arbeitsplatz sofort aktivieren, und welchen kurzen Satz würdest du für eine klare Gesprächsgrenze verwenden?
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Weitere Online-Fortbildungen entdeckenQuellen und redaktioneller Stand
Redaktioneller Stand: 2. Oktober 2026. Das Fallbeispiel ist fiktiv und dient der Fortbildung und Reflexion.
National Institute for Health and Care Excellence (NICE): Violence and aggression: short-term management – Empfehlungen zur Deeskalation
Quellenabruf: 2026-10-01.
Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA): Grenzverletzungen am Arbeitsplatz: Gewaltprävention
Quellenabruf: 2026-10-01.
Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS): Gesundheits- und Krankenpflegegesetz § 6: Verschwiegenheitspflicht
Quellenabruf: 2026-10-01.
Redaktioneller Stand: 2. Oktober 2026 · Quellen sind bei den jeweiligen Entscheidungen hinterlegt.

